EMS-Training ist eine sehr intensive Form des Ganzkörpertrainings, bei der alle großen Muskelgruppen gleichzeitig durch elektrische Impulse stimuliert werden. Dadurch entsteht ein Trainingsreiz, der deutlich stärker ist als bei herkömmlichem Krafttraining. Studien und internationale Leitlinien empfehlen deshalb in der Regel eine Trainingseinheit pro Woche.
Warum mindestens 5 Tage Pause?
Nach einer EMS-Einheit laufen in der Muskulatur komplexe Regenerationsprozesse ab: Aufbau neuer Muskelstrukturen, Reparatur kleinster Muskelfaserrisse und Anpassung des Stoffwechsels. Wird zu früh wieder trainiert, steigt das Risiko für Überlastungen oder erhöhte Kreatinkinase-Werte, die auf Muskelschäden hinweisen können. Deshalb gilt: Mindestens 5 Tage Pause zwischen zwei Workouts sind Pflicht.
Kann ich öfter trainieren?
Für fortgeschrittene Trainierende oder Leistungssportler kann ein zweites Training pro Woche sinnvoll sein – jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen:
- nach einer längeren Eingewöhnungsphase,
- mit individueller Anpassung der Intensität,
- nach ärztlicher Freigabe,
- und ausschließlich unter fachkundiger Betreuung.
EMS ist kein Heimtraining
Wichtig: EMS-Geräte für den Heimgebrauch sind nicht geeignet, um ein sicheres und effektives Training zu gewährleisten. Professionelle Studios arbeiten mit zertifizierten Geräten, medizinisch geschultem Personal und einem Betreuungsschlüssel von maximal 2:1, wie es auch die internationale Leitlinie fordert.
Sicherheit und Kontraindikationen
Nach DIN 33961 – Teil 5 sind bestimmte absolute und relative Kontraindikationen zu beachten:
- Absolute Kontraindikationen: z. B. Schwangerschaft, Herzschrittmacher oder andere elektrische Implantate, akute Infektionen, unbehandelter Bluthochdruck.
- Relative Kontraindikationen: z. B. Implantate älter als 6 Monate, akute Rückenschmerzen ohne Diagnose, bestimmte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Hier entscheidet immer ein Arzt, ob und in welchem Umfang ein Training möglich ist.
Fazit
Die optimale Trainingsfrequenz für die meisten Menschen beträgt einmal pro Woche. Das garantiert maximale Wirksamkeit, minimiert Risiken und ist mit der notwendigen Regeneration vereinbar. Ein zweites Training ist nur in besonderen Fällen möglich – und ausschließlich mit ärztlicher Freigabe sowie professioneller Betreuung.
