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Wer darf kein EMS-Training machen? – Kontraindikationen & wissenschaftliche Begründung


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calendar_month19.1.2026

EMS-Training ist sehr effektiv, aber nicht für alle geeignet. Elektrische Impulse aktivieren viele Muskeln gleichzeitig – das ist intensiv und braucht klare medizinische Regeln. Hier erfährst du laienverständlich, wer kein EMS machen sollte und warum, und in welchen Fällen es nur mit Arzt erlaubt ist.

Wann EMS-Training tabu ist (absolute Kontraindikationen)

  • Elektrische Implantate (Herzschrittmacher, Defibrillator, Neurostimulator): Der EMS-Impuls kann solche Geräte stören. Darum ist EMS-Training hier strikt ausgeschlossen.
  • Schwangerschaft: Es gibt keine belastbaren Sicherheitsdaten fürs ungeborene Kind. Aus Vorsicht daher: kein EMS in der gesamten Schwangerschaft.
  • Akute Erkrankungen/Infekte: Bei Fieber, Entzündungen oder Thrombose braucht der Körper Ruhe. Erst vollständig auskurieren, dann starten.
  • Frische Operationen oder akute Verletzungen: Solange Wunden/Narben heilen, ist EMS-Training ungeeignet. Späterer Einstieg nur mit ärztlicher Freigabe.
  • Epilepsie: Elektrische Reize können Anfälle begünstigen. Daher kein EMS.
  • Akute oder dekompensierte Nieren-/Lebererkrankungen: Beim intensiven Training fallen Stoffwechselprodukte an (z. B. CK/Myoglobin). Bei gestörter Organfunktion daher nicht trainieren.

Wann EMS nur mit ärztlicher Freigabe erlaubt ist (relative Kontraindikationen)

  • Stabile Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Bei gut eingestellter Situation kann EMS-Training helfen – mit ärztlicher Freigabe, niedrigem Einstieg und enger Betreuung.
  • Diabetes, Übergewicht, metabolisches Syndrom: EMS kann Muskelaufbau/Fettabbau unterstützen. Voraussetzung: stabile Werte, ärztliche Abklärung, vorsichtige Dosierung.
  • Neurologische Erkrankungen (z. B. Parkinson, MS): Möglich bei stabilem Verlauf – nur abgestimmt mit Arzt und Trainer.
  • Krebserkrankungen: Während Chemo/starker Schwäche kein Training. In stabilen Phasen kann EMS-Training nach ärztlicher Rücksprache schonend eingesetzt werden.
  • Rücken- oder Gelenkbeschwerden: Bei chronisch stabilen Beschwerden oft hilfreich; bei akuten Entzündungen/Frakturen pausieren.

Sicher trainieren – die wichtigsten Regeln

  • Immer professionell betreut: maximal 2:1 (zwei Trainierende pro Trainer).
  • Langsam starten: In den ersten Wochen 1× pro Woche, geringe Intensität, behutsame Dosierung.
  • Pausen einhalten: Mindestens 5 Tage zwischen zwei Einheiten.
  • Kein Heimtraining: EMS gehört unter Fachaufsicht – nicht alleine zu Hause.
  • Sofort stoppen bei ungewöhnlich starken Muskelschmerzen, Schwinde oder Herzklopfen

Fazit

EMS ist sicher, wenn medizinische Ausschlussgründe beachtet werden und du unter fachkundiger Anleitung trainierst. Wer Vorerkrankungen hat, klärt die Eignung vorher mit dem Arzt – dann steht einem wirksamen und sicheren EMS-Training nichts im Weg.


Autor(en):

EMS-Training Redaktion

EMS-Training Redaktion

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