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Verbessert EMS-Training die Ausdauerleistung?


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calendar_month19.1.2026

EMS-Training kann die muskuläre Ausdauer gezielt verbessern – also die Fähigkeit der Muskulatur, über längere Zeit aktiv zu bleiben. Im Alltag zeigt sich das durch leichteres Gehen, Radfahren oder Treppensteigen, weil die Muskeln langsamer ermüden. Die klassische Herz-Kreislauf-Ausdauer wird durch EMS hingegen nur begrenzt beeinflusst.

Was versteht man unter Ausdauer?

Ausdauer umfasst zwei unterschiedliche Aspekte:

  • Kardiovaskuläre Ausdauer: Leistungsfähigkeit von Herz, Lunge und Kreislauf, typischerweise verbessert durch regelmäßige Bewegung wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren über einen längeren Zeitraum.
  • Muskuläre Ausdauer: Fähigkeit der Muskeln, eine Belastung lange aufrechtzuerhalten, ohne zu ermüden. Sie wird vor allem durch wiederholte, moderate Kraftbelastungen – etwa bei Kraftausdauertraining oder funktionellen Ganzkörperübungen – verbessert.

Beim EMS-Training liegt der Schwerpunkt auf dieser zweiten Komponente: Durch die gleichzeitige Aktivierung vieler Muskelgruppen wird die muskuläre Ausdauer gezielt gefördert und die Belastbarkeit im Alltag gesteigert.

Wie wirkt EMS auf die Ausdauer im Alltag?

  • Spürbar leichter: Alltagswege fühlen sich weniger anstrengend an; Schritte und Treppen werden flüssiger.
  • Stabiler bewegen: Kräftigere Rumpf- und Beinmuskeln fördern Haltung und Sicherheit beim Gehen.
  • Weniger schnelle Ermüdung: Die Muskulatur hält länger durch – z. B. bei Einkäufen, Spaziergängen oder beim Radeln zur Arbeit.

Was sagen Studien & Praxis?

Mehrere Untersuchungen berichten deutliche Effekte von EMS auf Kraftausdauer, funktionelle Mobilität und Alltagsleistung. Dagegen zeigt sich bei klassischen Ausdauerparametern (z. B. VO2max) meist nur ein geringer oder kein Effekt. Fazit: EMS verbessert primär die muskuläre Ausdauer; für Herz-Kreislauf-Anpassungen bleibt regelmäßige Bewegung im Alltag wichtig (z. B. zügiges Gehen, Alltagsradeln, Treppen statt Aufzug).

Für wen ist EMS sinnvoll?

  • Menschen, die Alltagsbewegungen leichter bewältigen möchten.
  • Personen mit Rücken- oder Gelenkproblemen, die gelenkschonend trainieren wollen.
  • Ältere Erwachsene, die Mobilität und Sicherheit beim Gehen erhöhen möchten.
  • Beschäftigte mit wenig Zeit, die gezielt an der Muskelermüdungsresistenz arbeiten wollen.

Ambitionierte Ausdauersportler können EMS als ergänzende Methode zur Stabilität und Kraftausdauer nutzen, ersetzen sollten sie damit Alltagsbewegung oder spezifisches Ausdauertraining jedoch nicht.

Sicherheit & Rahmenbedingungen

  • Kein Heimtraining: EMS ist nicht für zuhause geeignet.
  • Professionelle Betreuung: immer mit geschultem Personal, maximaler Betreuungsschlüssel 2:1.
  • Regeneration: zwischen zwei Einheiten mindestens 5 Tage Pause einhalten.
  • Medizinische Abklärung: bei Vorerkrankungen ist eine ärztliche Freigabe erforderlich.

Fazit

EMS-Training steigert vor allem die muskuläre Ausdauer und macht Alltagsbewegungen wie Gehen, Radfahren und Treppensteigen spürbar leichter. Es ist eine wirksame Ergänzung zur aktiven Lebensweise – ersetzt aber keine regelmäßige Bewegung im Alltag.


Autor(en):

EMS-Training Redaktion

EMS-Training Redaktion

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