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EMS vs. klassisches Krafttraining – was ist effektiver?


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calendar_month19.1.2026

EMS-Training ist eine eigenständige, hochintensive Trainingsmethode. Studien zeigen, dass es in nur 20 Minuten pro Woche vergleichbare Ergebnisse wie mehrere Stunden klassisches Krafttraining erzielt – mit deutlich weniger Zeitaufwand. 

Klassisches Krafttraining im Studio nutzt Hanteln, Maschinen oder Körpergewichtsübungen. EMS (Elektromyostimulation) geht einen anderen Weg: Elektrische Impulse aktivieren die Muskulatur direkt, sodass bis zu 90 % der gesamten Muskeln gleichzeitig arbeiten – inklusive schwer erreichbarer Tiefenmuskeln. Dadurch wird ein sehr intensiver Ganzkörperreiz gesetzt, der in dieser Form mit Gewichten kaum erreichbar ist.

Vergleichbare Effekte, weniger Zeitaufwand

In einer Vergleichsstudie der Universität Erlangen-Nürnberg (2016) wurde EMS direkt mit einem sehr intensiven Krafttraining im Studio verglichen. Ergebnis: Beide Gruppen erzielten signifikante Verbesserungen bei Muskelmasse und Kraft. Die Zuwächse waren nahezu identisch – allerdings benötigten die EMS-Teilnehmer nur 20 Minuten Training pro Woche, während die Vergleichsgruppe deutlich mehr Zeit investieren musste.

Für wen eignet sich EMS besonders?

  • Menschen mit Zeitmangel, die nicht mehrmals wöchentlich trainieren möchten.
  • Personen mit Rückenproblemen oder Gelenkbeschwerden, da EMS ohne schwere Gewichte auskommt.
  • Einsteiger und ältere Menschen, die von der individuell dosierbaren Intensität profitieren.
  • Menschen mit Übergewicht oder Stoffwechselproblemen – hier konnten in Studien deutliche Verbesserungen nachgewiesen werden.

Vorteile gegenüber klassischem Training

  • Zeiteffizienz: 20 Minuten/Woche ersetzen mehrere Stunden Krafttraining.
  • Ganzkörperaktivierung: Alle Hauptmuskelgruppen und auch Tiefenmuskeln werden gleichzeitig trainiert.
  • Gelenkschonend: Keine Zusatzlasten notwendig, daher geringere Belastung für Sehnen und Bänder.
  • Individuelle Anpassung: Intensität wird exakt gesteuert und laufend überwacht.

Sicherheitsaspekte

Gerade weil EMS so intensiv wirkt, muss das Training professionell betreut werden. Unkontrollierte Anwendungen können zu übermäßiger Muskelbelastung führen. Deshalb gilt:

  • Maximal 1–2 Einheiten pro Woche, mit mindestens 5 Tagen Pause.
  • Immer unter Aufsicht (max. Betreuungsschlüssel 2:1).
  • Nicht für zuhause geeignet.
  • Kontraindikationen beachten:
    Absolute Ausschlüsse sind u. a. Herzschrittmacher, Schwangerschaft, akute Erkrankungen, unbehandelter Bluthochdruck.
    Relative Einschränkungen (z. B. akute Rückenschmerzen ohne Diagnose, Implantate älter als 6 Monate) erfordern ärztliche Freigabe.

Fazit

EMS ist kein Zusatz, sondern eine eigenständige Trainingsform. Wer maximale Effizienz sucht, findet hier eine sichere, wissenschaftlich belegte Alternative zum klassischen Krafttraining. Für den normalen Fitness- und Gesundheitsbereich ist EMS genauso wirksam – teils sogar überlegen –, da es mit deutlich weniger Zeitaufwand auskommt.

 


Autor(en):

EMS-Training Redaktion

EMS-Training Redaktion

Die EMS-Training Redaktion verantwortet die redaktionellen Inhalte der Informationsplattform EMS-Training.
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