EMS-Training ist eine effektive Methode, um nahezu alle großen Muskelgruppen gleichzeitig zu aktivieren. Doch während der Schwangerschaft ist diese Trainingsform grundsätzlich verboten.
Warum kein EMS in der Schwangerschaft?
Während einer Schwangerschaft arbeitet der weibliche Körper auf Hochtouren: Kreislauf, Hormonhaushalt und Muskulatur stehen unter besonderer Belastung. Die elektrischen Impulse eines EMS-Trainings wirken tief in die Muskulatur – auch im Bauch- und Beckenbereich. Dadurch können ungewollte Muskelkontraktionen oder Kreislaufveränderungen entstehen, die das Risiko für Komplikationen erhöhen.
Absolute Kontraindikation
Eine Schwangerschaft gilt als absolute Kontraindikation für EMS. Das bedeutet: Ein Training ist in dieser Zeit unter keinen Umständen erlaubt – weder in niedriger noch in hoher Intensität. Die Sicherheit von Mutter und Kind steht immer an erster Stelle.
Wann ist EMS nach der Geburt wieder erlaubt?
Nach der Geburt sollte EMS-Training erst nach abgeschlossener Rückbildung und ärztlicher Freigabe beginnen – frühestens ab drei, meist jedoch nach sechs Monaten. Nach einem Kaiserschnitt ist ein noch späterer Start empfehlenswert, um dem Gewebe ausreichend Heilungszeit zu geben.
Auch danach gilt: Das Training darf nur unter professioneller Betreuung stattfinden, mit einem maximalen Betreuungsschlüssel von 2:1 und mindestens fünf Tagen Pause zwischen zwei Einheiten. Heimtraining ist ausgeschlossen.
Fazit
EMS-Training ist während der Schwangerschaft nicht erlaubt. Erst nach der Entbindung, abgeschlossener Rückbildung und ärztlicher Zustimmung kann das Training wieder aufgenommen werden – stets unter professioneller Anleitung und mit ausreichend Erholungszeit zwischen den Einheiten.
