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EMS-Training und Bluthochdruck – was zu beachten ist


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calendar_month19.1.2026

Bluthochdruck (Hypertonie) zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. Viele Betroffene möchten aktiv etwas für ihre Gesundheit tun, sind jedoch durch Medikamente oder Kreislaufbelastungen in ihrer Trainingswahl eingeschränkt.
Hier kann das Ganzkörper-EMS-Training (WB-EMS) eine interessante Alternative sein: Es kombiniert gezielte Muskelaktivierung durch elektrische Impulse mit geringem Gelenkverschleiß und kurzen Trainingseinheiten – ideal für Menschen, die sicher und zeiteffizient trainieren möchten.

Wann EMS-Training bei Bluthochdruck erlaubt ist

Bei stabil eingestelltem Bluthochdruck, regelmäßiger ärztlicher Kontrolle und vorheriger ärztlicher Freigabe ist EMS-Training grundsätzlich möglich. Voraussetzungen sind:

  • Professionelle Betreuung mit maximalem Betreuungsschlüssel von 2:1
  • Individuell angepasste Impulsintensität und sorgfältige Belastungssteuerung
  • Kontinuierliche Überwachung von Kreislauf, Atmung und Wohlbefinden

Studien zeigen, dass EMS unter diesen Bedingungen keine gefährlichen Blutdruckspitzen verursacht. Bei moderater Anwendung wirkt es sogar positiv auf Durchblutung, Stoffwechsel und Muskelkraft – ein Beitrag zur langfristigen Stabilisierung des Blutdrucks.

Wann EMS-Training nicht erlaubt ist

Laut DIN 33961 – Teil 5 gelten folgende absolute Kontraindikationen:

  • Unbehandelter oder stark erhöhter Bluthochdruck
  • Akute Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Elektrische Implantate (z. B. Herzschrittmacher)
  • Akute Erkrankungen, Entzündungen oder Fieber
  • Schwangerschaft

Relative Kontraindikationen (nur nach ärztlicher Rücksprache): stabil eingestellter Bluthochdruck, Implantate älter als 6 Monate, bestimmte Herzrhythmusstörungen oder Stoffwechselerkrankungen.

Wissenschaftlicher Hintergrund

Das internationale Forschergremium für WB-EMS hat in der International Guideline for Safe and Effective Whole-Body Electromyostimulation Training (2023) festgelegt, dass EMS bei sachgerechter Anwendung sicher und kardiovaskulär unbedenklich ist.
Richtig dosierte Impulse führen zu keiner gefährlichen Blutdruckreaktion. Die Leitlinie empfiehlt EMS sogar als ergänzendes, gelenkschonendes Training für Personen mit leichten Herz-Kreislauf-Risikofaktoren – stets unter ärztlicher Freigabe und professioneller Betreuung.

Studien mit älteren und gesundheitlich eingeschränkten Teilnehmern zeigen eine hohe Verträglichkeit und Akzeptanz, solange das Training moderat erfolgt und genügend Pausen zwischen den Einheiten liegen.

Trainingsfrequenz & Sicherheit

  • Eine Trainingseinheit pro Woche (maximal zwei bei sehr guter Verträglichkeit)
  • Mindestens fünf Tage Pause zwischen zwei Einheiten
  • Kein Heimtraining! EMS darf ausschließlich unter Aufsicht geschulter Trainer stattfinden
  • Das Training muss unter Anleitung von Fachpersonal mit anerkannter NiSV-Fachkunde erfolgen – unabhängig vom Ort der Durchführung

Fazit

EMS-Training ist bei gut eingestelltem Bluthochdruck sicher und empfehlenswert, wenn:

  • eine ärztliche Freigabe vorliegt,
  • die Intensität individuell angepasst wird,
  • und das Training professionell betreut wird.

Richtig angewendet kann EMS helfen, Muskelkraft, Stoffwechsel und Kreislauf zu stabilisieren – ein wichtiger Beitrag zur Herz-Kreislauf-Gesundheit.

 


Autor(en):

EMS-Training Redaktion

EMS-Training Redaktion

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